November 2006
Monthly Archive
New York29 Nov 2006 10:02 pm
Coney Island & Little Russia
Den noch schuldig gebliebenen Wochenendeintrag möchte ich hiermit nachholen. Der Ausflug vom Samstag führte uns entgegen all meiner Erwartungen zurück an den Atlantik. Diesmal allerdings nicht nach Rockaway und auch nicht bei T-Shirt-Wetter.
Trotz alledem lachte die Sonne über Coney Island als wir aus der Subway stiegen und schnurstraks Richtung “Nathan’s” spazierten. Dieses Lokal ist nicht nur dafür bekannt, dass es die Heimat des Hot Dogs repräsentiert. Es ist vielmehr auch der Austragungsort eines “Sports”, der unserer Meinung nach nicht unbedingt olympisch zu werden braucht. Der 6-fache Champion im Hot Dog Wettessen, der Japaner Takeru Kobayashi, verbesserte in 2006 seinen eigenen Weltrekord auf 53 3/4 (!!) Heisser Hunde. Und das in sage und schreibe 12 Minuten. Der Rekord vor der Kobayashi dominierten Ära lag im Übrigen bei 25 1/2 mal Brot mit Würstchen, aufgestellt von einem anderen hungrigen Japaner. (weiter…)
New York25 Nov 2006 02:17 am
Far (Rock)Away
Nun sollte heute der Tag der Tiefenentspannung werden. Die reichlich gebunkterten Truthahnreste zu schmackhaften Sandwiches verarbeitet und raus in den Sonnenschein. Man muss wissen, dass im Raum NY das Wetter zu extremsten Kapriolen neigt. Darum war das Weltuntergangsszenario vom Vortag wie weg gezaubert und keine Wolke am Himmel zu entdecken.
Dies veranlasste uns den von langer Hand geplanten Besuch eines der vielen New Yorker Strände durchzuführen. Aber bitte nicht irgendein Strand. Die Ramones lieferten den Soundtrack zum Ausflugsziel und der A-Train beförderte uns gen Rockaway Beach. (weiter…)
New York25 Nov 2006 01:27 am
Thanksgiving Dinner
Endlich. Der Thanksgiving Holiday mit anschließendem Brückentag beschert mir nun 4 Tage frei. Am Stück. Da mir die letzten Arbeitswochen doch schon schwer in den Knochen und auf dem Magen liegen, sollte sich für Letzteren nun ein Verwöhnprogramm der besonderen Art anbahnen.
Columbine, die deutsch-amerikanische Hauptroomate in unserer Zwecklebensgemeinschaft, lud am Donnerstag Abend zum traditionellen Dinnerhappening. Den ganzen Tag wurde die Küche zum Schlachtfeld und Sperrgebiet erklärt und alles vorbereitet was es nur vorzubereiten gibt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. (weiter…)
New York23 Nov 2006 11:58 am
Jackson Heights
Dass es auch sehenswerte Gegenden ausserhalb der Borough-Grenze Manhattans gibt, möchte ich Euch gerne in folgenden Posts näher bringen.
Letzte Woche Sonntag ging es zum Beispiel wieder mal mit Alex, der immer darauf besteht zu erwähnen, dass New York so viel mehr biete als nur “The City”, nach Jackson Hights wo mein persönlicher, kulinarischer Höhepunkt auf uns wartete. Schon lange hatte ich mir vorgenommen dem indischen Viertel einen Besuch abzustatten um am All-You-Can-Eat Buffet für $10 richtig zuzuschlagen. (weiter…)
New York15 Nov 2006 09:45 pm
Sport: Upcoming Events
Ganz was anderes: Den ersten mehr oder weniger erfolglosen Ausflug ins die NYer Fussballszene habe ich ja schon detailliert zum Besten gegeben. Der Sinn war eher kurz, die Rede lang. Um es zu wiederholen: Fussball in Nordamerika also ein klares Nein. Trotzdem möchte ich den US-Top-Sportarten wenigstens eine Chance geben, auch wenn mich da eigentlich nur Eishockey von Hause aus interessiert. Für die Amis einfach nur “Hockey”. Damit beginne ich also meine kleine Dokumentation für die, die es interessiert: hier (weiter…)
New York15 Nov 2006 08:13 pm
Jahresend-Rally
Das Geschäft bei Rosenthal laeuft auf Hochtouren. Man dreht sich den ganzen Tag um sich selbst und hat am Ende der Woche das Gefühl, trotzdem nicht alles geschafft zu haben. Momentan reise ich zwischen New Jersey, dem Madison Showroom und dem Jackob Javitz Center hin und her. Da ich diese Woche täglich irgendwas zwischen 10 und 14 Stunden arbeite (+ “Reisezeiten), komme ich weder dazu etwas Erwähnenswertes zu erleben, noch über Belangloses zu schreiben. Aber ich will es trotzdem mal versuchen:
Das “Lebe Hoch” des heutigen Tages geht wie immer an den Busfahrer, der trotz spektakulärer Fahreinlagen die Endhaltestelle des Port Authority wieder einmal nicht erreicht hat sondern seine liebgewordenen Passagiere 10 Blöcke vorher abgeladen hat. Zu mehr reicht es bei der derzeitigen Verkehrssituation in der Stadt offenbar nicht. Für mich heisst das zusaetzlicher Fussweg. Aber ich will mich nicht beschweren, immerhin bekomme ich die besten Unterrichtsstunden in Sachen “Fluchen mit dem Wörtchen F..” frei Haus. So einige Fahrgäste haben sich schon richtig lieb.
Ansonsten ist das Wetter momentan kaum auszuhalten. Regen, schwühle, stickige Brühe und knackende Kälte wechseln sich ab. Man hat das Gefuehl, nie richtig angezogen zu sein. Ein Beispiel. Den einen Tag unvorhergesagter Dauerregen, 9°C. Natuerlich Schirm nicht dabei. New Jersey komplett unter Wasser. 2h Heimweg. Die folgenden 3 Tage den Schirm umsonst mit geführt. Furchtbar kalt und klar, windig. Heute bedeckt, kein Regen aber 20°C. Tot geschwitzt in der Subway. Apropos U-Bahn. Noch eine kleine Anekdote: Letzte Woche durfte ich auch das erste Mal im New Yorker Untergrund stecken bleiben. Früh morgens um 8 habe ich schon verdächtig lange auf den One-Train (rote Linie 1) warten dürfen. Trotzdem in den erst Besten gerade so reingequetscht, was sich wenige Zeit später als kapitaler Fehler herausstellte. Kurz vor der Haltestelle 103rd Street ging dann eine Stunde nichts mehr. Signaldefekt wurde nach 45 Minuten durchgesagt. Ich sage euch, mit nervös werdenden Frauen und schreienden Kindern vergeht diese Stunde schrecklich langsam. Aber das Schlimmste passierte nach ca. 20 Minuten: Die Batterien meines Musikdudlers waren “plötzlich” leer….
New York06 Nov 2006 08:50 pm
Schnief
Vorbei die schöne Zeit, denn Susi hat inzwischen wieder deutschen Boden unter den Füßen und diesmal war die Rückreise sogar ganz und gar problemlos. Jetzt heisst es wieder 1,5 Monate warten bis es endlich weihnachtet. Ich hoffe die Wochen vergehen schnell.
Für die letzten Tage zu zweit hatten wir uns was Besonderes aufgehoben. Da wir üblicher Weise in jeder größeren Stadt, die wir gemeinsam ansteuern, dem örtlichen Zoo einen Besuch abstatten, gingen wir anstatt die Leute, einfach mal die Tiere beobachten. Den Zoo im Central Park kennt Susi ja nun schon und mich interessiert dieser aufgrund der Lage weniger. Deshalb stand am Freitag der sehr beliebte Bronx-Zoo auf dem Plan. Die sehr weite und eher Park-ähnliche Anlage konnten wir bei kühlem aber sehr sonnigem Wetter genießen. Auf dem Hinweg in das etwas “andere” Viertel der Stadt mussten wir wohl sehr wie Touristen ausgesehen haben denn der U-Bahn-Fahrer ließ es sich nicht nehmen, aus seinem Kabüffchen in unseren Wagen zu kommen und uns zu bitten hier auszusteigen wenn wir in den Bronx-Zoo wollten. Eigentlich wären wir ja noch gern 2 Stationen weiter gefahren aber brav folgten wir dem Hinweis, der übrigens gar nicht sooo schlecht war.
Am gleichen Abend fuhren wir dann noch kurz zu mir auf Arbeit, wo ich meinem Schatz mein unglaublich tolles und geräumiges Büroabteil vorführen konnte. Weiter ging es dann durch New Jersey und die Nacht in das kleine Örtchen Oakland wo wir bei meinem Boss einen tollen Thanksgiving-Abend genießen durften. Das Essen war sehr traditionell amerikanisch aber man musste trotzdem nicht zu lange suchen um etwas Schmackhaftes zu finden.
Den nächsten Tag verbrachten wir erneut in New Jersey. Diesmal aber auf der anderen Seite, in der Universitätsstadt New Brunswick, wo wir den Sanitärtrakt in Alex’ geräumigen Apartment ausgiebig nutzten und im Queensize-Bett nächtigten. Danke nochmals dafür!!! (Und nächstes Mal bestellen wir dann wirklich “no spicy”!)
Bilder:

New York02 Nov 2006 11:40 pm
Besuch
Seit letztem Samstag ist Susi nun da und hat auch schon die Stadterkundung auf eigene Faust in Angriff genommen. Dass sie gut und umstandslos vom Flughafen in die Claremont Avenue gelangte, hat sie und vor allem ich, Alex zu verdanken. Nochmals vielen Dank für die Aktion, die doch etwas mehr Wartezeit in Anspruch nahm als gedacht.
Seit meinem letzten Eintrag ist viel Zeit vergangen, die ich vor allem mit arbeiten zugebracht habe. Das Halloween-Party-Wochenende ging aus diesem Grund spurlos an uns vorbei jedoch gab es ja noch die große Parade, die traditionell am 31. Oktober stattfand. Ca. 1.000.000 Menschen, davon 3/4 verkleidet, zogen durchs West Village. Darunter also auch wir plus Janina, Shawn und Thomas. Der Unterhaltungswert war dank unserer Kostümierung einzigartig. Ich fing mir so einige Poklapser ein, denn ich war ein “hinten offener” Patient. Susi erschreckte Japaner als Scarecrow. Thomas auftupiert, Janina gesilbert und Shawn, naja. Er ging gerade so als Ire durch. Die Nacht war allerdings wie geschaffen für ein Straßenfest denn es hatte auch um 12 noch eine angenehme Temperatur. Was mir in Strumpfhosen ja zu Gute kam. Insgesamt ein unvergleichliches Erlebnis, welches man auch mit den tausend geschossenen Fotos nur schlecht vermitteln kann.
Der Indian Summer in der Stadt neigt sich langsam dem Ende zu. Gestern gab es noch schönsten Sonnenschein und 20 Grad. Heute ist es klar und kalt. Die Blätter beginnen jetzt sich zu färben. Da ich jetzt 4 Tage am Stück frei habe, konnten wir das Herbstlicht bei einem ausgedehnten Spaziergang im Riverside Park genießen. Am Abend besuchten wir noch die Aussichtsplattform auf dem Empire State Building um auch die Nachtansicht von oben einzufangen. Morgen gehts in die Bronx in den Zoo.
Bilder:
