Es ist viel passiert die letzten Wochen und es geht noch immer weiter. Arbeitsmäßig befinde ich mich schon im Endspurt. Am 22. soll mein letzter Tag sein, wenn es dabei bleibt. Den Rest der vergangenen Woche hatte mich allerdings der in New York kursierende und richtig fiese Grippevirus aus dem Verkehr gezogen. Und nicht nur mich.

Als ich mich am Montag ins Büro schleppte (um mir die Flugtickets für den Business Trip am Dienstag abzuholen), wurde ich gleich wieder nach Hause geschickt, denn meine komplette Abteilung war aus gleichem Grund ausser Gefecht gesetzt. Also zurück ins Bett und weiter geschwitz. Die Geschäftsreise viel aufgund der zu erwartenden “regen” Beteiligung natürlich aus.

So musste ich diese Erkrankung noch 2 weitere Tage in meiner einsamen und fiebrigen Jämmerlichkeit ertragen, denn niemand war da um sich um mich zu kümmern. Nicht mal bis auf meine Ranch nach New Jersey hatte ich es geschafft.

Da sich die komplette Firma seit heute Morgen auf deutlich aufsteigendem Ast befindet, wird der Trip nach Atlanta nun glücklicher Weise nachgeholt. Sonntag früh geht es für mich in die warme Olympia-Stadt (1996). Gearbeitet wird erst ab Montag und deswegen geht es gleich vom Flughafen erstmal in die Eishockeyarena zu einem sportlichen Leckerbissen.

Der Tabellenführer Buffalo Sabres ist zu Gast bei den Atlanta Thrashers, hier trifft der Erste der Eastern Conference auf den Dritten. Zweiter ist immernoch einer der Meisterschaftsfavoriten NEW JERSEY Devils. Ich bin sehr froh, dass ich die Chance nutze um auch die Tri State Area bezüglich Eishockey-Erfahrung einmal verlassen zu können und leite mit diesem Thema gekonnt auf die nachzuberichtenden Ereignisse um:

Am 17. März gab es nämlich im heimischen Madison Square Garden ein weiteres traditionelles Hockey-Derby, welches unsere Gegend zu bieten hat. Das Spiel Philadelphia Flyers gg. New York Rangers (5:3) versprach von der sportlichen Wertigkeit beider Teams in dieser Saison nicht viel, jedoch zeigte sich die Brisanz auf dem Eis ganz deutlich. Es gab nicht kleinere Rangeleien und Faustkämpfe (im Eishockey üblich und aus Sicherheitsgründen oft nicht unterbunden) sondern insgesamt 5 (!!) handfeste Auseinandersetzungen bei denen Helme und Handschuhe abgelegt wurden. Auch die Auswechselbank durfte dabei ran. Die riesige Aufaddierung der Unterbrechungszeiten ließ die Veranstaltungsdauer auf weit über 3 Stunden ansteigen doch auch das packende Spiel auf dem Eis bot dem Eishockeyherz alles (tolle Tore, Penalty-Shot, Paraden).

Wie schon zu lesen war, hatte sich auch Susi wieder in den Flieger gesetzt um mit mir eine gemeinsame Woche zu verbringen. Obwohl ich durchgearbeitet hatte, war diese sehr schön und die Zeit konnte gut genutzt werden. Der obligatorische und ausschweifende Besuch in Korman durfte nicht fehlen auch wenn mir dies am Freitag eine insgesamt 4 stündige Autofahrt auf Arbeit einbrachte, Dauerregen und Überflutungen stürtzen das Straßengeschehen mal wieder ins Chaos. Straßenentwässerung Fehlanzeige.

Für unsere Ranch wurde extra eine Shisha angeschafft, da gewisse Entzugserscheinungen nun schon nicht mehr zu ertragen waren. Ebenso wurden 2 Flaschen Dresder Felsenkeller importiert und “weggenossen”.

Da das Wetter hier immer extrem schnell umschlägt, gab es bei frühlinghaften Temperaturen dann also einen Ausflug an den Delaware River, der in New Hope und Lambertsville die Bundesstaaten Pennsylvania und New Jersey teilt. Die beiden Städte sind voll auf Wochenend-Tourismus eingestellt. Es gibt in den liebevoll herausgeputzten und sehr schicken Städchen sogar richtige Fusswege die einen vorbei an Künstlerateliers, Kleingalerien, Eiscafés und Souvenier-Läden führen. Es ist alles ein wenig europäischer, auch wenn es seinen eigenen amerikanischen Charme hat. So gut und gemütlich flanieren kann man selbst in NYC nur schwer. Ein Ausflug (nur bei gutem Wetter) lohnt sich.

Der Frühling kann (soll bitte) kommen! ;-)

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